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Pressemitteilung vom 14.08.2011

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk mahnt seit geraumer Zeit die Überprüfung und Optimierung des Brandschutzes in Pflegeinrichtungen an. Zuletzt wurde u.a. mit Schreiben bzw. Pressemitteilungen vom 04.01, 12.06, 04.07. und 07.07.2011 auf das Thema und die Handlungsnotwendigkeiten aufmerksam gemacht.

Der Brief vom 07.07.2011 richtete sich an die für die Heimaufsicht und den Brandschutz zuständigen Ministerien der Bundesländer sowie nachrichtlich an das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und an verschiedene Medienvertreter.

Der Text des Briefes vom 07.07.2011:

***

Brandschutz in stationären Pflegeeinrichtungen (Heimen) dringend verbesserungsbedürftig!

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat u.a. mit Schreiben vom 04.01. und 12.06.2011 auf die Brandschutzproblematik in Heimen aufmerksam gemacht und dazu aufgerufen, diesem Thema mehr Aufmerksamkeit zu widmen bzw. den Brandschutz zu optimieren. Dabei wurde auch auf die notwendige Verbesserung der Stellenausstattung in den Heimen aufmerksam gemacht (= Pflegenotstand). Am 04.07.2011 schien es dringend geboten, das Thema aufgrund eines aktuellen Brandes in Siegburg mit Todesfolge (am 02.07.2011) erneut anzusprechen und die angefügte Pressemitteilung herausgegeben. Die Brandschutzproblematik wird auch mittlerweile im hiesigen Internet-Forum dargestellt unter "Brandschutz in Heimen verbesserungsbedürftig"

Aufgrund der gegebenen Hinweise sind hier weitere besorgniserregende Berichte eingegangen, die Veranlassung geben, die zuständigen Landesministerien und –behörden nochmals auf die Angelegenheit aufmerksam zu machen und dringend darum zu bitten, im jeweiligen Zuständigkeitsbereich den Brandschutz in Pflegeeinrichtungen schnellstmöglich zu hinterfragen und die ggf. notwendigen (aufsichtsrechtlichen) Maßnahmen zu ergreifen. Offensichtlich bestehende Gefahren für die pflegebedürftigen Menschen müssen behoben und für die Zukunft ausgeschlossen werden.

Es muss vor allem sichergestellt werden, dass die

  • maßgeblichen (landesrechtlichen) Vorschriften den (technischen und sonstigen) Anforderungen eines ausreichenden Brandschutzes in Pflegeeinrichtungen gerecht werden,
  • Umsetzung der Anforderungen sichergestellt und in regelmäßigen Abständen überwacht wird und
  • jeweils heiminternen Voraussetzungen für einen optimalen Brandschutz der BewohnerInnen durch geeignete Vorsorgeplanungen einschließlich der Einweisung des Personals in Verbindung mit entsprechenden Übungen unter Einbezug der Feuerwehr und sonstiger Notdienste sichergestellt sind.

Ich würde es sehr begrüßen, wenn Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk über veranlasste Maßnahmen informiert werden könnte.
Die Medien werden nochmals gebeten, das Thema in angemessener Form aufzugreifen mit dem Ziel, den Brandschutz voran zu bringen und nicht allein über Brandschutzskandale zu berichten.

***

Nach den hier vorliegenden Erkenntnissen sind unsere Hinweise zur Optimierung des Brandschutzes in Pflegeeinrichtungen nur in wenigen Einzelfällen auf Interesse gestoßen und haben entsprechende Folgerungen in Gang gebracht.

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk sieht sich daher veranlasst, erneut auf die Problematik aufmerksam zu machen und bittet nochmals darum, auf der Grundlage der bereits gemachten Vorschläge tätig zu werden. Dies erscheint dringend erforderlich, da die Berichte über Gefahrenlagen durch Brände nicht abreißen. Erst in der vergangenen Nacht gab es wieder einen Brand im Caritas- Seniorenheim in Marienheide, bei der eine 75-jährige Bewohnerin verstarb. Elf Personen worden verletzt.

Werner Schell
Dozent für Pflegerecht, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

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Die vorstehende Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei
und steht hier als pdf-Datei zur Verfügung