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>> Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk <<
Pressemitteilung vom 21.10.2009
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»Pflegeversicherungreformieren und Personalnotstände überwinden!«
Neusser Pflegetreff informierte über die Rechtslage zu Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen
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Bei
den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und FDP wird nach vorliegenden
Berichten eine
Vereinbarung angestrebt, die Pflegeversicherung - zumindest teilweise - zuprivatisieren.
Dabei
scheint man auf eine Entlastung der Arbeitskosten abzuzielen und eine stärkere
Belastung der Versicherten vorzusehen. Ob und inwieweit ein solches Vorhaben mit
einer solidarischen Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit vereinbar
ist, kann mangels näherer Angaben nicht übersehen werden. Es erscheint aber eher
fraglich.
Pro
Pflege – Selbsthilfenetzwerk hält es für dringlich, die Pflegeversicherung
mit Rücksicht auf die demografische Entwicklung und das Anwachsen der Gruppe
von Menschen mit dementiellen Erkrankungen grundlegend zu reformieren. Eine
Neuordnung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes und die Behebung der grafierenden Personalnotstände
in den Pflegeeinrichtungen erscheinen zwingend geboten. Dabei sollten
endlich bundesweit geltende Personalbemessungssysteme vorgesehen werden,
die eine seriöse Berechnung der Personalerfordernisse sicherstellen.
Pro
Pflege – Selbsthilfenetzwerk meint: Die allseits geforderte Anhebung der
Pflegequalität ist weder allein durch Schulnoten noch durch mehr Transparenz
umsetzbar. Zuwendung und Überwindung der Minutenpflege erfordert deutlich mehr
Pflegefachpersonal.
Die
Koalitionäre werden gebeten, insoweit entsprechende Eckpunktvereinbarungen
vorzusehen.
Werner Schell,
Dozent für Pflegerecht
Die vorstehende Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei
und steht hier als pdf-Datei zur Verfügung
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